Vor ein paar Wochen habe ich mir ein neues Handy (G1) geholt. Ich bin wirklich sehr begeistert, aber die Fotos sind nicht so toll, besonders weil ein Blitz fehlt. Also muss eine Digitalkamera her. Mein erster Gedanke war, dass eine kleine für ein paar Euro reichen muss. Nach einigen Überlegungen bin ich nun aber doch so weit, dass ich mir eine „gute“ Kamera holen will.
Was für eine Kamera muss/soll es sein?
Als ersten Schritt habe ich mir gestern ein Buch gekauft: „Die große Fotoschule digitale Fotografie“ von Christian Haasz.
Ins Auge gefallen ist es mir beim Durchblättern des Bertelsmann Club Katalogs. Gestern hab ich es mir in der Filiale genauer angesehen und auf den ersten Blick für wahrscheinlich hilfreich befunden. Auch viele PC-Zeitschriften haben es empfohlen, z.B. PC-Info, Pc-Pr@xis und PC-Welt.
Das Buch „Fotoschule digitale Fotographie“
Als erstes habe ich gelernt, welche Arten von Kameras es gibt.
Es gibt wohl drei grundsätzlich unterschiedliche Systeme:
- Spiegelreflex (SLR- Single Lens Reflex)
Die Kompaktkamera:
+ klein und handlich
+ günstig
+ einfache Handhabung
+ meistens Videoaufnahmen möglich
- nicht viele Einstellungsmöglichkeiten
- fest eingebautes Objektiv
Zitat aus dem Buch „Die große Fotoschule digitale Fotographie“
Das in der Kamera fest eingebaute Objektiv hat eine bestimmte Lichtstärke und (Zoom-)Brennweite. Für Standardsituationen ist das in Ordnung. Wenn man aber mal eine andere Brennweite braucht und z.B. Tiere in einiger Entfernung (Telebrennweite) oder weitläufige Landschaften (Weitwinkel) aufnehmen möchte, stößt man schnell an die Grenzen des Möglichen.
- große Schärfentiefe, wegen kleiner Sensoren
Zitat aus dem Buch „Die große Fotoschule digitale Fotographie“
In Bezug auf die Bildgestaltung ist die Größe des Sensors leider ein echtes Ärgernis. Stellen Sie sich ein schönes Kopf-Brust-Porträt in der Nachmittagssonne vor. Ein professionelles Porträt zeichnet sich meistens dadurch aus, dass der Hintergrund in völliger Unschärfe verschwimmt. Das lenkt den Betrachter auf den scharfen Bildbereich, eben den Kopf. Man spricht hier von geringer Schärfentiefe, es ist also nur eine kleine Distanz scharf, der Rest ist unscharf. Da die Schärfentiefe vom Abbildungsmaßstab abhängt und dieser wiederum von der Sensorgröße, ist die Schärfentiefe bei sehr kleinen Sensoren sehr weit ausgedehnt – bei Landschaften und Familienschnappschüssen sehr gut, bei Porträts von Menschen oder Tieren eher hinderlich.
- sehr hohe Auflösungen möglich
Zitat aus dem Buch „Die große Fotoschule digitale Fotographie“
Wichtig hier zu erwähnen, dass die Auflösung nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal darstellen muss. Zwar kann man mit höheren Anzahl an Bildpunkten theoretisch mehr Details aufnehmen, die technischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung sind jedoch enorm. Denn je mehr einzelne Bilderfassungselemente (Pixel) auf einen sowieso schon winzigen Sensor untergebracht werden, desto weniger Licht fällt auf jeden Bildpunkt ab. Die Folge dieser schieren Masse an Pixeln: Die Spannung die ein Bildpunkt erzeugt, muss künstlich verstärkt werden, was zu massiven Bildrauschen führen kann.
Die Spiegelreflexkamera SLR:
Zitat aus der Wikipedia
Als Spiegelreflexkamera, SR-Kamera bezeichnet man eine Bauart für einen Fotoapparat oder einer Filmkamera, bei der das Motiv zur Betrachtung vom Objektiv über einen Spiegel umgelenkt und auf einer Mattscheibe abgebildet mit dem Auge direkt oder durch einen Sucher betrachtet wird. Grundsätzlich wird zwischen einäugigen (engl. SLR, Single-lens reflex) und zweiäugigen Spiegelreflexkameras (engl. TLR, Twin-lens reflex) unterschieden.
Spiegelreflexkameras mit digitalem Sensor werden meist kurz als DSLR (engl. für Digital single-lens reflex) oder DSR (Digitale Spiegelreflex) bezeichnet.
+ Objektive auswechselbar
+ gute Bildqualität
+schneller
- hoher Preis
+ viele manuelle Einstellmöglichkeiten, aber auch Automatikmodus
+ optischer Sucher
+ große Sensoren
Die Bridgekamera:
+ annähernd so gute Einstellungsmöglichkeiten wie bei einer Spiegelreflexkameras
- Das Objektiv ist fest mit dem Kameragehäuse verbunden
Zitat aus dem Buch „Die große Fotoschule digitale Fotographie“
…um diesen Nachteil wettzumachen, haben Bridgekameras oft Megazoomobjektive mit Brennweiten vom kleinen Weitwinkel (ca. 24-28mm) bis zum Extremtele (200mm, 400mm und noch mehr). Man spricht hier auch vom 10-fachen oder 12-fachen Zoom etc. Während Kompaktkameras üblicherweise nur 3- oder 4-fach-Zoomobjektive verwenden (Brennweiten zwischen ca. 28 und 85mm), wollen Bridgekameras auch für Freunde langer Brennweiten genügend Reserven bieten…
…und die extremen Brennweiten bringen noch ein weiteres Problem, das sich unmittelbar auf die Bildqualität auswirken kann. Konstruktionsbedingt sind Objektive immer mit bestimmten Fehlern behaftet. Diese optischen Fehler (Verzerrungen, Unschärfe, Farbränder auf den Bildern, dunkle Bildecken etc.) können bei der Konstruktion berücksichtigt und unterdrückt werden, am besten bei Objektiven mit einer einzigen festen Brennweite. Je größer der Brennweitenbereich eines Zoomobjektivs ist, desto weniger kann man gegen Objektivfehler tun. Das gilt natürlich auch für die Wechselobjektive einer SLR…
- kleine Sensoren (siehe Kompaktkamera)
Was will ich mit der Kamera machen?
- Ich will ausdrucksstarke Bilder machen, von Mensch, Tier und Natur.
- Ich will lernen, wie ich faszinierende Augenblicke so gut wie es nur geht einzufangen
- jedoch will ich auch Schnappschüsse machen können.
Nach dem ersten Kapitel im Buch habe ich unheimlich viel gelernt, und ich denke, dass ich mir eine schnelle Spiegelreflexkamera kaufen werde. Welche ist mir noch nicht klar. Das werde ich in den nächsten Tagen und Wochen recherchieren und hier immer mitteilen.